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Karfreitag

Die österliche Dreitagefeier ist das höchste Fest aller christlichen Konfessionen. Der Karfreitag folgt dem Gründonnerstag und ist vor dem Karsamstag. Er wird auch als Hoher oder Stiller Feiertag bezeichnet. Der Karfreitag ist immer der Freitag vor dem Ostersonntag. Klassischer Weise wird am Karfreitag der Kreuzweg begangen und die traditionell 14 Stationen von Jesus Kreuzigung von der Verurteilung bis zum Grab nachempfunden.

Geschichte zu Karfreitag

Liturgisch betrachtet ist der Karfreitag hochwertig. Als Riten überliefert sind die Verlesung der Passion, der Verzicht auf die liturgische Eröffnung, der Einsatz von Holzklappern anstelle von Glocken, das Niederwerfen im Altarraum (Prostratio), die Heilandsklagen (Improperien) und die Großen Fürbitten. Am Karfreitag wird in früher christlicher Tradition kein Sakrament gefeiert, das mit Festfreude verbunden ist. Der Altar wird nicht geschmückt und die Kreuze werden verhüllt. Auch das Ewig Licht wird nicht angezündet.

Brauchtum zu Karfreitag

Am Gründonnerstag nach dem Gloria der Messe vom letzten Abendmahl schweigen die Kirchenglocken und die Orgel. Stattdessen rufen die Kirchengänger zum Angelus und Stundengebet mit Ratschen und Klappern. Im Anschluss an die Karfreitagsliturgie wird der tote Jesus in einer feierlichen Prozession in sein Grab gelegt.
In Österreich wird traditionell wie am Aschermittwoch kein Fleisch gegessen und vielerorts bleiben Kinos und sonstige Unterhaltungseinrichtungen geschlossen.

Der Kreuzweg

Wie bereits erwähnt, wird am Karfreitag der Kreuzweg begangen. Darunter versteht man das Nachgehen und Betrachten des Leidensweges Jesu von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis hin zum Grab. Der Inhalt der einzelnen Stationen ist durch die Evangelien verbürgt oder von ihnen abgeleitet. Die Station der Veronika ist legendär. In Jerusalem wurden schon früh einige Stellen des Kreuzweges des Herrn durch Steine oder Kapellen bezeichnet, die von Pilgern besucht wurden. im 14. Jahrhundert entwickelten sich unter dem Einfluss der Franziskaner die 14 Stationen heraus.
In Manchen Ländern, wie zB Spanien, Italien oder Lateinamerika, wird der Kreuzweg in großen Prozessionen durch die Stadt unter großer Anteilnahme der Bevölkerung begangen.

  1. Jesus wird zum Tode verurteilt
  2. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
  3. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
  4. Jesus begegnet seiner Mutter
  5. Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen
  6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
  7. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
  8. Jesus begegnet den weinenden Frauen
  9. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
  10. Jesus wird seiner Kleider beraubt
  11. Jesus wird an das Kreuz genagelt
  12. Jesus stirbt am Kreuz
  13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt
  14. Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt

Karfreitag im Ausland

In Italien wird vielerorts bei Prozessionen das Kirchenkreuz durch die Straßen getragen. Überall brennen Kerzen und die Straßenlaternen sind ausgeschalten. Menschen wie Kirchenglocken bleiben stumm. In Irland gehen die Menschen barfuß auf die Straßen und bis zu Mittag wird gefastet. Es werden auch keine Tiere geschlachtet.
Der Karfreitag ist deutschlandweit ein gesetzlicher Feiertag.
Der Kreuz

Gesetzliche Regelungen

Der Karfreitag ist kein gesetzlicher Feiertag in Österreich. Allerdings ist er für Menschen frei, die der evangelischen Glaubensgemeinschaft angehören.

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